Die Bürgerinitiative Westtünner Mitte bekommt damit Zeit, Alternativen zu entwickeln. "Wir stehen einer solchen Alternative nicht ablehnend gegenüber", sind sich die Rhyneraner Liberalen einig. "Wenn ein umsetzbarer Vorschlag gemacht wird, dann sind wir dafür", sagt der FDP-Bezirksvertreter Harald Stutterheim. Allerdings zweifelt die Rhyneraner FDP daran, dass sich schnell ein anderer Standort für einen Supermarkt in Westtünnen finden lassen wird.
Immerhin habe die Verwaltung rund drei Jahre Alternativstandorte geprüft. "Keiner von diesen ist durchgekommen", sagt der frühere Ortsvereinsvorsitzende Udo Reins. Er erinnert daran, dass ein Standort am geplanten Bahnhaltepunkt zu viel Lärm für die Anwohner mit sich gebracht hätte. Zwei weitere Standorte kamen ebenfalls nicht infrage. "Da der jetzige Standort an der Dambergstraße zu klein ist für eine Weiterentwicklung durch Edeka, bleibt praktisch nur der Untere Heideweg. Und die Zeit drängt, denn 2011 schließt der Laden an der Dambergstraße. Wenn wir gar keinen Vollsortimenter mehr im Ort haben, ist damit niemandem gedient", mahnt Reins.
"Wir haben jedes Verständnis für die Befürchtungen der Bürger, ihre Dorfmitte könnte an Lebensqualität verlieren", sagt Stutterheim. Er will sich dafür einsetzen, dass in jedem Fall darüber nachgedacht wird, die Westtünner Mitte so attraktiv wie möglich zu gestalten, und dass gegen Leerstände vorgegangen wird.