Jedes Kind bekommt sein eigenes Gerät
20. Juni 2026
Hamm macht Ernst mit digitaler Bildungsgerechtigkeit. Mit einem Investitionsvolumen von rund 40,9 Millionen Euro hat die Ampel-Plus-Koalition den Medienentwicklungsplan (MEP) 2026–2030 für die städtischen Schulen nun vorgestellt. Das Herzstück: Ab der 7. Klasse erhält jede Schülerin und jeder Schüler ein eigenes digitales Endgerät – vollständig finanziert von der Stadt. Auch alle Kinder an Förderschulen werden mit eigenen Geräten ausgestattet. Für Grundschulen und die Klassen 5 und 6 stellt die Stadt Poolgeräte bereit.
Bewusst verzichtet die Koalition auf Modelle, bei denen Eltern selbst für Geräte aufkommen müssen. "Gute Bildung darf keine Frage des Geldbeutels sein", betont Justus Moor MdL, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. "Indem die Stadt die Vollversorgung übernimmt, schaffen wir echte Chancengleichheit – an jeder unserer Schulen."
Für die Fraktion Grüne/Volt ist die Investition ein Zukunftsthema. "Kinder brauchen eine Zukunft", sagt Mischa Kuchinke. "Die Modernisierung unserer Schulen ist ein entscheidender Baustein, damit die Jugend die Herausforderungen von morgen bewältigen kann."
Technisch baut der Plan auf einem bereits soliden Fundament auf: 95 Prozent der Hammer Schulen verfügen über flächendeckendes WLAN und LAN, der IT-Support durch die HITS GmbH wird dauerhaft gesichert. Hinzu kommt ein einheitliches Mobile Device Management für sichere und einfach verwaltbare Geräte. Der Vorsitzende des Digitalisierungsausschusses Ingo Müller (FDP) hebt den Entlastungseffekt für Lehrkräfte hervor: "Einheitliche IT-Ausstattung, schnelles WLAN und professioneller Support schaffen die Grundlage für zeitgemäßen Unterricht – und entlasten unsere Lehrkräfte spürbar."
Mit diesem ganzheitlichen Ansatz aus Infrastruktur, Vollausstattung und Support setzt die Ampel-Plus-Koalition ein klares Signal: In Hamm bekommt jedes Kind die digitalen Werkzeuge, die es für einen erfolgreichen Bildungsweg braucht – unabhängig vom Elternhaus.